Picton Neuseeland: das Tor zur Nordinsel

Die kleine Hafenstadt Picton mit circa 2700 Einwohnern liegt auf der Südinsel Neuseelands. Von der Stadt aus fährt die große Fähre zwischen Picton und Wellington auf der Nordinsel hin und her. An der Stadt führt also kein Weg vorbei, wenn man von der Südinsel auf die Nordinsel oder andersherum möchte. Aber daneben bietet Picton auch einige schöne Ecken, die man sich auf der Durchreise nicht entgehen lassen sollte. Mindestens eine Übernachtung in Picton kann ich dir deshalb nur ans Herz legen!

Meine Neuseelandreise habe ich mit Hilfe des Reiseführers von Marco Polo* geplant. Dort findest viele, individuelle Tipps! Ich hatte den Reiseführer auf der gesamten Reise dabei, denn so hatte ich an einem Ort schön gesammelt viele Informationen über das Land und seine Sehenswürdigkeiten. Das kann ich dir auch nur empfehlen!

MARCO POLO Reiseführer Neuseeland: Reisen mit Insider-Tipps. Inkl. kostenloser Touren-App und Events&News
  • 156 Seiten - 02.08.2019 (Veröffentlichungsdatum) - MAIRDUMONT (Herausgeber)

Ein paar Fakten über Picton Neuseeland

Picton liegt im Norden der Südinsel Neuseelands auf dem Meeresarm des Queen Charlotte Sounds. Die Stadt wurde ursprünglich Newton genannt und erhielt den Namen Picton dann im Jahre 1859 nach Sir Thomas Picton, welcher ein General unter Arthur Wellesley war. Die nächste größere Stadt ist Blenheim, welche sich 25 Kilometer von Picton entfernt befindet.

Am Terminal der Fähren endet der New Zealand State Highway 1, welcher einmal durch die ganze Südinsel führt. Ebenfalls endet dort auch der Bahnverkehr über die Eisenbahnstrecke des South Island Main Trunk Railway. Dieser verläuft fast die gesamte Strecke parallel zum State Highway 1.

Die Fähre Picton nach Wellington

Die kleine Hafenstadt ist vor allem durch den Interislander nach Wellington bekannt. Aber nicht nur der Fähranbieter Interislander bringt Touristen von der Südinsel auf die Nordinsel. Ebenso bringt Bluebridge seine Passagiere durch die Marlborough Sounds bis nach Wellington. Beide Fähren fahren durch die sogenannte Cook-Straße, die Wasserstraße durch die Marlborough Sounds. Welche der Anbieter du für die Fährfahrt wählst, ist prinzipiell egal. Bluebridge ist in den meisten Fällen etwas günstiger als Interislander. Dafür bietet Interislander auch mehr Komfort und ist sogar schneller!

Fähre Wellington Picton Interislander

Die Preise der Anbieter für Fußgänger variieren von den Zeiten der Fahrten, befinden sich aber immer ungefähr zwischen 53 und 63 neuseeländische Dollar für die günstigsten Angebote. Wenn du mit einem Fahrzeug zur anderen Insel möchtest, musst du dies extra bezahlen.

Eine frühzeitige Reservierung einer Überfahrt solltest du auf jeden Fall in Betracht ziehen, wenn du mit Sicherheit von Insel zu Insel kommen möchtest. Auch wenn es immer viele Verbindungen an einem Tag gibt, wäre es schade, wenn doch alles ausgebucht ist. Eine andere Möglichkeit gibt es zumindest mit Fahrzeug nicht, um auf die andere Insel zu kommen. Ohne Fahrzeug kommt natürlich auch noch ein Inselwechsel mit dem Flugzeug in Frage, beispielsweise von Blenheim nach Wellington.

Übernachten in Picton

Da wir mit einem Campervan durch Neuseeland gereist sind, haben wir auf einem Campingplatz in Picton übernachtet. Du hast dort aber auch die Möglichkeit in Hotels oder Hostels zu schlafen.

Picton Camping

In Picton hast du die Wahl zwischen drei verschiedenen Campingplätzen. Einmal dem Top 10 Holiday Park Campingplatz und einmal den Parklands Marina Holiday Park und dem Picton Campervan Park. Alle sind empfehlenswert!

Wir waren auf dem Top 10 Holiday Park. Dieser liegt recht zentral zum Hafen, aber auch nah an einigen Wanderwegen. Da wir vor allem viel in der Gegend Wandern wollten, war die Lage für uns optimal! Auf dem Top 10 Picton Campingplatz kann man auch eine kleine Unterkunft mieten. Das ist ziemlich cool, wenn man beispielsweise nicht in ein Hotel oder Hostel möchte. Hier gibt es verschiedene Auswahlmöglichkeiten – von Standard Cabins bis zu einer Holiday Villa.

So wie wir das gesehen haben, gibt es auf dem Campingplatz nur sogenannte “Powered Sites”, also Stellplätze mit Strom. Nur mit einem Zelt kann man einen Platz ohne Strom bekommen. Ein Stellplatz mit Strom bedeutet natürlich auch, dass es teuerer wird. Wenn du keinen Strom brauchst, solltest du hier vielleicht bei den anderen beiden Campingplätzen vorbeischauen.

Die wunderschöne Landschaft rund um Picton

Wir waren im neuseeländischen Winter unterwegs und mussten deshalb nie einen Campingplatz vorher reservieren. Solltest du aber zu einer anderen Zeit unterwegs sein, empfiehlt es sich vor allem in Picton den Stellplatz vorher zu reservieren. Zur Hauptsaison sind hier nämlich wegen der Fähre nach Wellington immer viele Leute!

Hotel und Hostels

Über Portale wie Trivago findest du jede Menge tolle Unterkünfte in Picton. Das Harbour View Motel beispielsweise ist eine super Unterkunft für deinen Aufenthalt in Picton. Vom Zimmer aus hast du direkten Blick auf den Hafen. Zudem hast du dort einen kleinen Balkon!

Neben Zimmern, kannst du auf Trivago auch kleine Appartments oder Häuser finden. Das lohnt sich, wenn du sowieso mit mehreren Leuten unterwegs bist!

Meine besten Picton Sehenswürdigkeiten

Das Highlight in Picton sind auf jeden Fall die Marlborough Sounds und der Queen Charlotte Sound. Hier loht sich eine Bootsfahrt, eine Kayaktour, eine Wanderung oder eine Führung durch die Weinberge.

Der Queen Charlotte Track

Der Queen Charlotte Track ist ein insgesamt 70 Kilometer langer Wanderweg, welcher in drei bis fünf Tagen komplett gewandert werden kann. Aber auch für Tagesausflüge eignet sich der schöne Track mit Aussichten auf die Marlborough Sounds. Der Wanderweg führt durch neuseeländischen Buschwald auf tolle Aussichtsplattformen.

Eine viertägige Wanderung durch die wunderschöne, neuseeländische Natur ist auf jeden Fall empfehlenswert. Die Wanderung startet mit einer malerischen Bootsfahrt zum Startpunkt Ship Cove. Dort geht es los mit Wanderungen auf die Hügel der Sounds. Der Ausblick ist einfach atemberaubend! Da lohnt sich der Anstieg. Die Wanderung des ersten Tages ist 15 Kilometer lang und endet am Endeavour Inlet.

Von dort aus geht es am nächsten Tag ins 12 Kilometer entfernte Camp Bay. Die meiste Zeit der Wanderung an Tag 2 führt an der wunderschönen Küste entlang. Immer wieder kommst du an einsamen Buchten vorbei, die zu einer kleinen Pause einladen.

An Tag 3 müssen 23 Kilometer bewältigt werden. Die längste Strecke der gesamten Wanderung! Der Weg führt dich auf einen Bergkamm, der Ausblicke auf den Queen Charlotte Sound und dem Kenepuru Sound offenbart. Wow! Für den Weg an Tag 3 solltest du auch einen Track Pass dabei haben. Der Track Pass ist wichtig, da du auf den Wegen auch immer auf privaten Wegen wandern musst. Damit diese Wege instand gehalten werden können, musst du einen Track Pass kaufen. Die Kosten werden dann für den Track genutzt. Der Tag endet in Torea.

Tag Vier führt zum Ziel in Anakiwa. Auf dem letzten Teil der Wanderung bekommst du immer wieder Ausblicke auf das blaue Wasser. In Anakiwa kannst du mit einem Boot wieder zurück nach Picton fahren.

Wenn du keine mehrtägige Wanderung machen möchtest, dann kannst du auch einfach nur eine Ganz- oder Halbtagswanderung machen. Das haben mein Freund und ich beispielsweise auch gemacht. Das hat sich schon gelohnt- hat aber auch Lust auf mehr gemacht.

Der Queen Charlotte Sound Neuseeland

Neben des Queen Charlotte Tracks gelangt man auch zum Queen Charlotte Sound, wenn man eine schöne Bootsfahrt unternimmt. Ein besonderes Erlebnis ist die Fahrt mit einem Postboot. Der Kapitän erzählt spannende Details über die Region und liefert dabei noch die Post aus. Denn er ist zugleich auch ein Zustelldienst für die neuseeländische Post.

So eine Bootsfahrt dauert üblicherweise insgesamt vier Stunden. Die Fahrt führt durch viele Buchten und endet in Ship Cove. Dort kann man eine tolle Maori-Statue bewundern, die aus Holz geschnitzt wurde.

Buchen kann man eine solche Fahrt mit dem Postboot beispielsweise auf TripAdvisor.

Die Marlborough Sounds Neuseeland

Die Marlborough Sounds in Neuseeland erinnern ein wenig an die Fjorde in Norwegen. Bei der Fährüberfahrt nach Wellington bekommt man zugleich viel von den Marlborough Sounds zu Gesicht. Aber auch zu Fuß kann man die Sounds wunderbar erkunden. Denn vom Hafen in Picton aus führen einige Wege weiterhinaus. Vor allem bei gutem Wetter kann ich so eine Wanderung nur empfehlen.

Wir sind in Picton den Snout Track gewandert. Den kann man vom Top 10 Holiday Park gut zu Fuß erreichen. Ansonsten kann man am Snout Track Car Park parken und von dort die Wanderung beginnen. Der Weg führt durch neuseeländischen Wald und bietet immer wieder schöne Ausblicke aufs Wasser und die Sounds. Er endet mit dem Aussichtspunkt “The Snout”. Auf dem Weg liegen weitere Aussichtsplattformen wie beispielsweise der “Queen Victoria Lookout”.

Eine Marlborough Weintour

Die Marlborough Region ist auch eine ganz bekannte Weinregion. Ein Ausflug in die Weinreben ist für Weinliebhaber ein Muss. Leider waren wir im Winter dort und da gab es in der Region noch nicht so viel zu sehen. Ansonsten wären wir sofort bei einer Weintour durch die Weinlandschaft dabei gewesen.

Das waren meine Empfehlungen für einen Besuch in Picton NZ. Warst du schon mal dort oder hast es noch vor? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen! Ich bin schon gespannt von deiner Neuseeland Reise zu hören. Bist du gerade bei der Planung deiner Reise und weißt noch nicht, ob es die Nord- oder Südinsel werden soll? Dann kann ich dir vielleicht mit meinem Neuseeland Nord oder Südinsel? – Beitrag weiterhelfen.

Bei Fragen, Anregungen oder Anmerkungen kannst du mir gerne ein Kommentar hinterlassen oder dich per E-Mail an info@phinetravels.de an mich wenden. Ich freue mich auf jede Nachricht von dir!

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1 Gedanke zu „Picton Neuseeland: das Tor zur Nordinsel“

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