Schottland: Eine Woche Sightseeing in Edinburgh

Vor zwei Jahren waren wir in Edinburgh. Dank meines Reisetagebuchs kann ich mich immer wieder gut an diese Reise erinnern. Und dieser Urlaub war anders als alle anderen Reisen, die wir bisher gemacht hatten. Was uns da genau passiert ist, erzähle ich dir gleich! Nun möchte ich dir erstmal einen kurzen Überblick über Schottland und vor allem Edinburgh geben. 

Überblick über die schottische Hauptstadt

Edinburgh ist seit dem 15. Jahrhundert die Hauptstadt Schottlands und liegt an der Ostküste des Landes. Nach Glasgow ist sie mit über 500.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt. Viele geschichtliche Relikte sind in der Stadt zu finden, die aus verschiedenen Epochen stammen. Edinburgh hat übrigens eine Städtepartnerschaft mit München.

Anreise

Wir sind mit dem Flugzeug angereist. Das ist auch die einfachste Art, um nach Edinburgh zu gelangen. Da Edinburgh so hoch im Norden Großbritanniens liegt, dauert eine Anreise mit dem Auto und dem Bus echt lange. Circa 1000km lang ist die Strecke von Deutschland bis zur Hauptstadt Schottlands. Da ist es kein Wunder, wenn die meisten Touristen das Flugzeug wählen. Ein Flug von Köln aus dauert weniger als zwei Stunden. Solltest du aber mehr Zeit haben, dann lohnt sich auch der lange Weg. Denn unterwegs gibt es einiges zu sehen und so kann der Besuch Edinburghs mit einem Großbritannien Roadtrip kombiniert werden. Das steht auf jeden Fall auch noch auf meiner Bucketlist! Dieser kleine Einblick in die schottische Natur und Kultur hat mir definitiv Lust auf mehr gemacht.

Unterkunft in Edinburgh

Wir suchen uns meistens Unterkünfte über AirBnB, denn das gefällt uns sehr gut. Wir kochen gerne selber, also entscheiden wir uns meist gegen ein Hotelzimmer. Wenn es aber dann doch mal ein Hotelzimmer sein soll, werden wir auf TripAdvisor oder booking.com fündig. 

In Edinburgh haben wir aber wieder eine Unterkunft über AirBnB gebucht. Das war super. Vor allem weil wir wegen des Wetters dann doch öfter gezwungen waren, drinnen zu sein. Sehr praktisch war also, dass wir nicht nur ein Zimmer hatten, indem wir uns aufhalten konnten. Wenn du also auch ein bisschen mehr Platz brauchst, ist AirBnB echt super. Dort findest du sehr viele Ferienwohnungen, die meist gar nicht teuer sind. Aber auch Zimmer gibt’s dort oft viel günstiger als ein Hotelzimmer. Bisher haben wir auch nur gute Erfahrungen mit den Unterkünften und Vermietern machen können 🙂

Meine Highlights in Edinburgh

Nun zu den Sehenswürdigkeiten, die du in Edinburgh nicht verpassen solltest! Ich muss aber vorab sagen, dass wir verrückte Wetterbedingungen hatten, weshalb wir nicht alles sehen konnten, was wir uns vorgenommen haben. Und das, was wir besichtigen konnten, war zum Teil eine schwierige Angelegenheit 😀 Aber das hat diesen Urlaub auch unvergesslich gemacht. Denn als wir dort waren, gab es einen richtigen Schneesturm! Und das dauerte mehrere Tage an. Flüge wurden gestrichen, Sehenswürdigkeiten wurden geschlossen und die Supermärkte waren leer gekauft, da die Lieferungen ausfallen mussten. Busse sind nicht gefahren und zu manchen Zeiten konnte man sich wegen des Windes und Schnees auch nicht zu Fuß draußen bewegen. Deshalb war es super eine Ferienwohnungen zu haben.

Wir haben es uns dort dann gemütlich gemacht und einfach entspannt. Dennoch konnten wir noch einiges sehen, da wir zuvor ein paar Tage ohne Schnee hatten und weil wir dann einfach die Sachen gemacht haben, die trotz Schnee möglich waren (natürlich nicht während des Schneesturms).

Für mehr Tipps empfehle ich den Reiseführer Edinburgh von Marco Polo*. Da habe ich auch ein paar Tipps gefunden, von denen ich dir heute erzähle. Außerdem ist noch eine praktische Karte dabei!

MARCO POLO Reiseführer Edinburgh: Reisen mit Insider-Tipps. Inklusive kostenloser Touren-App & Events&News
  • 128 Seiten - 24.09.2018 (Veröffentlichungsdatum) - MAIRDUMONT (Herausgeber)

Den Castle Hill besteigen und die wunderschöne Aussicht genießen

Eines der Dinge, die wir während des Schnees unternommen haben, ist eine Wanderung auf den Castle Hill. Das war schwieriger als gedacht! Viele Schotten haben diesen Berg dann auch zum Schlittenfahren genutzt. Dadurch war der Schnee schon ziemlich glatt gepresst und der Aufstieg war ziemlich rutschig. Wir haben uns dann am Geländer hochgezogen. Ein witziges Erlebnis!

Als wir dann endlich oben waren, war die Aussicht einfach traumhaft. Ein verschneites Edinburgh hat auch irgendwie etwas. Leider fing es dann wieder an zu stürmen und zu schneien. Also haben wir uns an einem Gebäude dort oben Schutz gesucht bis der kurze Sturm wieder vorbei war. Der Aufstieg ist an sich glaub ich nicht so schwer. Mit rutschigem Schnee war es jedoch mühselig. Aber es hat sich gelohnt und schließlich wollten wir ja auch etwas in der Stadt sehen.

Nach dem Schneesturm waren wir aber so durchnässt, dass es erstmal wieder zurück in die Ferienwohnung ging.

Eine Wanderung zum Arthur’s Seat

Von der Old Town bzw. der Royal Mile gelangt man relativ schnell zum Wanderweg auf den Arthurs Seat. Man folgt der Royal Mile bergabwärts bis sie zur Canongate wird. Am Kreisverkehr nimmt man die Abbiegung nach rechts vorbei am Palace  of Hollyroodhouse. Nu folgt man dieser Straße bis es links ein paar Wege durch Felder gibt, die später den Arthur’s Seat nach oben verlaufen. Die Wanderung ist eine nette Abwechslung zur Stadt und bietet einen wunderschönen Ausblick.

Für eine Stärkung und in unserem Fall auch um sich aufzuwärmen, empfehle ich einen Stopp in Clarinda’s Tearoom. Dieses kleine Café befindet sich auf der Straße Canongate und ist wirklich urig 🙂 Wir haben uns leckere Scones mit Cream und Himbeermarmelade bestellt und dazu einen typisch englischen Tee getrunken.

Ein Besuch im National Museum of Scotland

Vor allem bei schlechtem Wetter ist ein Besuch des Scottish National Museums eine gute Idee. Der Eintritt ist völlig kostenlos und es gibt super viel zu sehen. Da ist für jeden eine interessanter Teil der Ausstellung dabei. Hier kann man viel über Schottland, Technik, Tiere, Dinosaurier und vieles mehr lernen. Auch für Kinder lohnt sich ein Tag im Museum. Die Öffnungszeiten des Museums findest du auf der Homepage.

Shoppen auf der Princes Street und Georges Street

Auf der Georges Street und der Prince Street, die parallel zueinander verlaufen, findet man die meisten Geschäfte in der Hauptstadt. Hier wird man fündig, wenn man nach Souvenirs schauen möchte oder sich gerne neu einkleiden will. Für alle Shoppingbegeisterte ein Paradies! Unsere Shoppingversuche sind etwas gescheitert. Durch den Schneesturm sind viele Geschäfte geschlossen geblieben. Aber das war halb so schlimm!

Eine weitere Möglichkeit zum Shoppen ist das Einkaufszentrum im Stadtteil Leith, welches direkt am Meer liegt. Dort liegt auch das berühmte Schiff Royal Britannia. Das Schiff kann besichtigt werden.



Ein Bummel durch die Altstadt – Old Town, Edinburgh Castle und Royal Mile

Edinburgh Castle
Edinburgh Castle

Für ein bisschen Geschichte lohnt sich der Besuch der Altstadt. Am Anfang der Royal Mile befindet sich auch das beeindruckende Edinburgh Castle, welches sogar besichtigt werden kann. Uns hat der Anblick von außen gereicht, da wir uns nicht so sehr für die Geschichte begeistern können. Der Eintritt ist nämlich auch nicht ganz günstig. Pro erwachsene Person kostet es 19,50 Pfund.

Vom Schloss aus lohnt es sich die süße Straße bergabwärts zu laufen und in einem netten Café oder Pub einen Halt einzulegen. Ich kann das Southern Cross Café empfehlen, welches in der Seitenstraße der Royal Mile liegt. Eine leckere Auswahl an Kuchen, Torten und herzhaften Speisen erwarten dich dort! 

Whisky-Tasting 

Whisky ist quasi das Nationalgetränk der Schotten. Daher mussten wir auch mal ein kleines Pinnchen probieren. Das findet man in jedem Pub! Wir stellten dann fest, dass wir wohl keine Schotten sind, denn uns hat es nicht geschmeckt. Auch ein bekanntes Getränk mit dem Namen Hot Toddie war nicht unser Geschmack. Das ist übrigens Tee mit Whisky 😀 


Passend zu deiner Edinburgh Reise gibt es auch einen spannenden Krimi, der in der Hauptstadt spielt. Ich liebe es Bücher zu lesen, die an meinem Reiseziel spielen. Die lese ich gerne im Vorfeld, um mich schon mal einzustimmen.*

Die Schatten von Edinburgh: Ein Fall für Frey und McGray 1
  • 480 Seiten - 20.02.2017 (Veröffentlichungsdatum) - Goldmann Verlag (Herausgeber)

Ein Ausflug in die Highlands

Mein Freund und ich sind sehr gerne in der Natur. Daher wollten wir auch neben der aufregenden Stadt Edinburgh etwas von der Natur des Landes sehen. Zum Zeitpunkt der Reise waren wir beide noch unter 21 Jahre alt und haben deshalb keinen günstigen Mietwagen gefunden, den wir hätten mieten können. Deshalb haben wir uns nach Reisebus-Touren umgesehen. Und da sind wir auf die   Loch Ness Explorer Tour von Highland Explorer Tours gestoßen. Die organisieren nämlich Touren mit circa 20 Personen in kleinen Bussen. Das war dann tatsächlich etwas individueller und unser Guide war super sympathisch! Die Tour hat uns 43 Pfund gekostet.

Um 07:45 Uhr startete die Tour an der Royal Mile. Auf dem Weg zum ersten Stopp konnten wir schon viel schöne Natur und einige Schlösser sowie Ruinen sehen. Am liebsten hätte ich alle paar Meter angehalten. Unser erster Stopp war ein kleines Dorf mit süßen Häusern und einer tollen Bäckerei. Dort haben wir uns zum Frühstück einen Breakfast Pie geholt, ein Gepäckstück gefüllt mit Baked Beans, Bacon und Ei. 

Weiter ging es dann zum Glencoe. Dort bewunderten wir die schöne Bergkulisse und machten ein paar Bilder. Vorbei am höchsten Berg Großbritanniens, dem Ben Nevis, fuhren wir zum nächsten Halt, der berühmte See Loch Ness. Nessie haben wir leider nicht gesehen! Dafür haben wir viele Informationen rund um die Sage erzählt bekommen. Am See gab es die Möglichkeit eine Bootstour zu machen oder den See auf eigene Faust zu erkunden. Wir haben uns für zweites entschieden und haben das Seeufer erkundet.

Loch Ness im Winter

Leider ging es dann auch schön wieder zurück Richtung Edinburgh. Bevor wir die Hauptstadt aber wieder erreichten, hielten wir wieder in einem kleinen Dorf, wo wir uns leckere Fish and Chips holen konnten.

Mein Fazit über die Reise

Edinburgh ist eine wirklich schöne und vielseitige Stadt. Wir haben uns direkt wohlgefühlt und haben richtig Lust bekommen das Land näher kennenzulernen. In der Zukunft ist auf jeden Fall geplant nochmal zurückzukommen und vor allem die schottische Natur zu entdecken. In der Hauptstadt selber gibt es super viel zu sehen und zu erleben, daher ist eine Woche Aufenthalt genau richtig. Aber auch ein kurzer Trip lohnt sich!

Warst du schon mal in Edinburgh oder in Schottland allgemein? Wenn du ein paar Tipps für mich hast, dann lasse mir gerne ein Kommentar da oder schreib mir eine E-Mail an info@phinetravels.de. Ich freue mich sehr von dir zu hören.

Beste Grüße

Phine 

Und wenn du nach einem Ausflugsziel in Deutschland suchst, dann ist Münster oder Monschau vielleicht das Richtige für dich.

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